Die Frauenberatung zu Gast beim Fachdienst Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Handicap im Caritas-Haus in Neheim

Sicher und Selbstbestimmt

Am 27. Juni 2017 war Dipl.-Päd. Karola Enners von unserer Frauenberatung zu Gast beim Fachdienst Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Handicap im Caritas-Haus Neheim. In ihrem Vortrag "Sicher und selbstbestimmt für Frauen" informierte Frau Enners zu dem Ausmaß von Gewalt gegen Frauen, ihren Rechten und einem selbstbestimmten Leben. Insbesondere waren Frauen mit Behinderungen angesprochen, die noch häufiger von Gewalt betroffen sind. Der Blick auf die Verbesserung der Sicherheit im Alltag war ein wichtiger Aspekt. Dadurch kann Gewalt zu Hause und unterwegs zum Teil vorgebeugt werden. Die eigenen Handlungsmöglichkeiten sowie die Unterstützungsmöglichkeiten durch die Frauenberatung wurden vorgestellt. Wir hoffen, dass der Vortrag für die Anwesenden interessant und anregend war.

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Wege aus der Depression

Bereits am 09. Juni 2017 hielt Dipl.-Päd. Uschi Plenge auch von unserer Frauenberatung einen Vortrag beim Fachdienst Ambulant Betreutes Wohnen. In ihrem Vortrag "Wege aus der Depression" erläuterte sie, dass die Entstehung von Depressionen oft mit Lebensereignissen zusammenhängt. Selbst wenn eine medikamentöse Behandlung notwendig sein sollte, hat jede Frau Möglichkeiten, eigene Strategien gegen depressives Denken, Fühlen und Handeln zu entwickeln. Wie das konkret aussieht, wurde anhand von lebensnahen Illustrationen eines Betroffenen gezeigt.

Ziel des Vortrags war es, den Anwesenden neue Anregungen für den Umgang mit Stimmungstiefs zu geben und sie zu ermutigen, sich schwierigen Situationen immer neu zu stellen.
Frauenberatung

 

 

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Anonyme Spurensicherung braucht Öffentlichkeit

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Mehr als 40 Fachleute aus Schulen, Beratungsstellen, ambulanten Betreuungseinrichtungen, Familienhilfe, Behindertenhilfe, Jugendamt, Opferhilfe und Polizei informierten sich am 21. Juni 2017 auf einer Fortbildung im Bürgerzentrum Bahnhof darüber, wie sie Frauen nach sexueller Gewalterfahrung noch besser unterstützen können.

Dr. Peters, Chefarzt der gynäkologischen Abteilung im Klinikum Arnsberg, betonte in seinem Vortrag, dass ein sensibler Umgang mit den Patienten das oberste Gebot sei und selbstverständlich die ärztliche Schweigepflicht gelte. Darüber hinaus beschrieb er das Vorgehen der anonymen Spurensicherung aus medizinischer Sicht und dessen enorme Bedeutung für eine potenzielle Strafanzeige.

Aus juristischer Sicht erläuterte Oberstaatsanwältin Susanne Ruland, die Wichtigkeit von medizinisch gut dokumentierten Verletzungen nach einer sexuellen Nötigung oder Vergewaltigung. Deutlich beschrieb Frau Ruland zudem, wie belastend ein Strafverfahren für die Opfer sei, und dass Fachleute dies in Beratungen deutlich machen sollten.

Abschließend stellte Dipl.-Päd. Uschi Plenge von der Frauenberatung Arnsberg die Hürden aus Sicht der Betroffenen, sich an Krankenhäuser, Polizei oder Beratungsstellen zu wenden, dar.

Die Fortbildung war ein großer Erfolg für die Verbreitung der Information über die anonyme Spurensicherung in alle Einrichtungen, um die Chance für Opfer von sexueller Gewalt bekannter zu machen.

Frauenberatung

 

Besuch im Soziologieseminar an der Uni Dortmund

foto uni

Am 12.06.17 waren wir zu Besuch im Soziologieseminar von Frau Bruchhagen an der Uni in Dortmund. Dort haben wir mit den Studentinnen und Studenten über die Arbeit im Frauenhaus, die Entwicklung der Arbeit im Frauenhaus, Gewalt in den letzten 30 Jahren und über häusliche Gewalt als Problem der Gesellschaft gesprochen.

Vielen Dank für die Einladung und die gute Diskussion!

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5. Deutscher Diversity Tag

Am 30. Mai organisierte die Bezirksregierung Arnsberg zum Anlass des 5. Deutschen Diversity Tag eine Veranstaltung für geflüchtete und zugewanderte Frauen sowie ehrenamtliche und hauptamtliche Unterstützer/innen.

Die Kulturschmiede wurde in einen Markt der Möglichkeiten verwandelt. Infostände luden die Frauen dazu ein, sich zu den Themen Ausbildung, Arbeit, Freizeit, Sport und Gesundheit zu informieren.

Auch wir von der Frauenberatung wurden von der Regierungspräsidentin eingeladen, unser Projekt für geflüchtete Frauen vorzustellen. Uns ging es gemeinsam mit zahlreichen anderen Akteuren darum, diese Frauen über ihre Chance in Arnsberg und Umgebung zu informieren.

Fragen wie "Kann ich einen Schulabschluss nachholen oder eine Ausbildung machen?" "Darf ich arbeiten?" oder "Welche Chancen haben meine Kinder?" konnten die Besucherinnen, oft begleitet von Flüchtlingshelfer/innen, den den Informationsständen der verschiedenen Organisationen klären.

Auch wir nutzen die Informationsbörse zur Vernetzung und zum Kontaktaufbau mit den Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, den ehrenamtlichen Helfer/innen sowie den Mitarbeiter/innen aus anderen Organisationen.

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Frauenberatung

Waffelverkauf und Informationsstand des Frauenhauses Arnsberg

Am 17.05.2017 boten die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Arnsberg, einen Waffelverkauf bei Kaufland in Bruchhausen an und informierten rund um das Leben und die Arbeit im Frauenhaus. Durch einen Aufruf über Facebook, bestand auch gleichzeitig die Möglichkeit, Frauen- und Kinderkleidung für das Frauenhaus, in dem Zeitraum zwischen 10-13 Uhr, zu spenden. Dies haben zahlreiche Frauen im Internet verfolgt und wir hatten somit am Ende der Veranstaltung, zwei Bullis mit Kleiderspenden. Hiermit möchten wír uns nochmal ganz herzlich bei allen Bedanken!!!

Das Frauenhaus-Team

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fh waffelstand

Stark und selbstbewusst Probleme angehen - Besuch im Arbeits- und Bildungszentrum der Caritas in Oeventrop

ABZ

Eine Gruppe von interessierten und aufgeschlossenen Frauen aus dem ABZ informierte sich am 27.04.2017 über Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten der Frauenberatungsstelle Arnsberg. Die Beraterin Karola Enners beschrieb Situationen, in denen die persönlichen Grenzen und Rechte von Frauen verletzt werden und welche Möglichkeiten jede Frau hat, stark und selbstbewusst ihre Schwierigkeiten anzugehen.

Ein Teil der Anwesenden stellte sich für das Foto zur Verfügung.

 


Frauenberatung

 

 

Gespräch mit Klaus Kaiser (MdL)

Seit 30 Jahren bietet das Frauenhaus Arnsberg, Frauen und Kindern die von häuslicher Gewalt bedroht sind, Schutz, Unterkunft und Beratung. Das Frauenhaus als Schutzeinrichtung, ist aus dem Hochsauerland nicht wegzudenken und trotzdem muss der Verein Frauen helfen Frauen Arnsberg e.V. jedes Jahr um die freiwilligen Leistungen kämpfen. Eine gesetzliche einzelfallunabhängige Finanzierung ist zwingend erforderlich. Heute haben wir Klaus Kaiser (MdL) eingeladen und mit ihm über die Schwierigkeiten der Finanzierung  und über die Besonderheiten der Frauenhausarbeit gesprochen.

Vielen Dank für das offene Gespräch.

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Besuch Klaus Kaiser

Sicher und selbstbestimmt – Frauen und Mädchen mit Behinderungen stärken


Kooperationstreffen Behindertenhilfe FB 9.3.17

 

Frauenberatung


 

Frauen und Mädchen mit Behinderungen sind durch mehrfache Benachteiligungen in stärkerem Maße durch Gewalt gefährdet. Zwei bis dreimal so häufig erleben sie im Vergleich zu Frauen und Mädchen ohne Behinderung sexuelle Gewalt und werden doppelt so häufig Opfer von körperlicher Gewalt.

Als Kooperationspartnerinnen des Projekts SUSE – Sicher und Selbstbestimmt suchen wir nach Möglichkeiten, die Barrieren für die Betroffenen abzubauen und den Zugang zur Frauenberatung zu erleichtern. Das Kooperationstreffen am 09.03.2017 mit zehn Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Behinderteneinrichtungen im westlichen Hochsauerlandkreis war ein Informationsgewinn für alle und der erste Schritt, um die Barrieren zu  Beratungs- und Unterstützungsangeboten für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen mit Behinderungen abzubauen. Mit unserem Präventionsworkshop „Sicher und selbstbestimmt“ in Kooperation mit den Einrichtungen der Behindertenhilfe stärken wir Frauen und Mädchen. Darüber hinaus wurden regelmäßige kurze Informationsveranstaltungen der Frauenberatung in Einrichtungen der Behindertenhilfe verabredet. Dies ist ein wichtiger Baustein für eine gemeinsame Vernetzung.

Gewalt hat viele Gesichter - 30 Jahre Frauenhaus Arnsberg

Unter diesem Motto präsentierte das Frauenhaus Arnsberg am 08.03.17 anlässlich des Internationalen Frauentages eine besondere Ausstellung im Bürgerzentrum Arnsberg. Die Ausstellung hat deutlich gemacht, wie wichtig die Einrichtung für die Stadt und die Frauen und Kinder in Not ist.

Anhand von vielen Plakaten, Erinnerungsfotos aus den letzten 30 Jahren und aktuellen Informationen, ermöglichten die Frauenhausmitarbeiterinnen Einblicke in die Thematik und in ihre alltägliche Arbeit. Außerdem wurde der Film von Anne Frisius präsentiert: „40 Jahre Autonome Frauenhäuser in Bewegung - Gewalt gegen Frauen beenden“.

Betroffene Frauen befinden sich regelrecht in einem Kreislauf der Gewalt. Das Frauenhaus Arnsberg bietet Frauen seit 30 Jahren die Möglichkeit, aus diesem Kreislauf auszubrechen und sich ein eigenständiges gewaltfreies Leben neu aufzubauen. Durch die Ausstellung wollten die Mitarbeiterinnen allen erschienenen Gästen einen Einblick in die Frauenhausarbeit geben und hoffen natürlich, dass dies durch die Ausstellung gelungen ist.

Hiermit danken wir allen die mit großem Interesse zu der Ausstellung „30 Jahre Frauenhaus Arnsberg“ erschienen sind.

Das Team des Frauenhauses Arnsberg

Frauenhaus logo

 

ausstellung 30 Jahre Frauenhaus

ausstellung 2

Start der Plakatkampagne - Medizinische Soforthilfe nach sexueller Gewalt

Plakat ASS

Die Krankenhäuser in Arnsberg, Meschede und Brilon bieten seit 2016 die anonyme Spurensicherung an. Die Betroffenen von sexueller Gewalt können die Tatspuren dort anonym sichern lassen und erlangen die Chance, sich ohne Druck für oder gegen eine Strafanzeige zu entscheiden. Die ersten Frauen haben diese Möglichkeit im Hochsauerlandkreis in den letzten Monaten bereits genutzt. 

 

Obwohl jede 7. Frau ab dem 16. Lebensjahr strafrechtlich relevante Formen sexueller Gewalt erlebt, suchen die wenigsten ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis für die medizinische Soforthilfe auf. Scham, Angst vor Rache oder negativen Folgen, Sorge um die Anonymität und Angst, dass ihnen nicht geglaubt wird, sind Gründe dafür.

 

Das Plakat und die Flyer zur anonymen Spurensicherung sollen Mädchen und Frauen über die Möglichkeit der medizinischen Befundsicherung nach sexueller Gewalt informieren. Um die Kampagne bekannt zu machen, werden die Plakate ab jetzt an Arztpraxen, Apotheken und öffentliche Einrichtungen im gesamten Hochsauerlandkreis verteilt.

 

Frauenberatung

 

One Billion Rising - Wir haben getanzt!

Ein Aktionsbündnis von Frauen helfen Frauen Arnsberg e.V. , Stadt Arnsberg, Aktives Neheim e.V., Geschäftsfrauen und Privatpersonen hatte am 14.02.2017 zur Tanzdemo "One billion rising" auf dem Marktplatz in Neheim eingeladen. Ca. 70 Frauen haben mitgetanzt!

Der Aktionstag wurde 2012 ins Leben gerufen um das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufzuzeigen und dagegen zu demonstrieren.

Eine Milliarde (one billion) bezieht sich auf eine UN-Statistik, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben sexuelle und/oder körperliche Gewalt erleben. Das ist ein Drittel aller Frauen weltweit.

Über 200 Länder beteiligten sich an dieser Aktion, allein in Deutschland waren über 150 Städte dabei.

Auch wir stehen auf für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen, wir wollen Bewußtsein schaffen für die schmerzvolle Realität vieler Mädchen und Frauen und ein weltweites Netz der Solidarität knüpfen.

Wir stehen auch auf für die Menschenrechte aller Menschen, aller Hautfarben und wehren uns gegen jede Ausgrenzung und jeden Knebel.

Der Marktplatz in Neheim war einer von vielen tausend Orten auf der Welt, wo sich Menschen aller Nationen und Geschlechter versammelten, um gemeinsam dafür zu demonstrieren.

Im Mittelpunkt stand wieder der gemeinsame Tanz zu der Hymne des OBR "break the chain"- sprengt die Ketten

Herr Hans-Josef Vogel, Bürgermeister der Stadt Arnsberg, hatte die Schirmherrschaft übernommen.

Logo Frauen helfen Frauen
 

 

OBR Team

One Billion Rising - der Tanz

Arnsberg hat getanzt

Wir haben getanzt!

Stark für Frauen - 30 Jahre Förderung der Frauenberatungsstellen NRW

Stark für Frauen

Frauenberatung

Seit 30 Jahren fördert das Land NRW ein Netz von Frauenberatungsstellen. Nur so war es möglich, Informationen, Krisenhilfe, Begleitung, psychosoziale Beratung oder Psychotherapie für Frauen und jugendliche Mädchen landesweit anzubieten. Dabei spielen Alter, Nationalität, Kultur, Ethnie, Konfession und sexuelle Orientierung keine Rolle.  Die Frauenberatungsstellen setzen sich für die Rechte und Interessen von Frauen ein, arbeiten aufklärend und präventiv für ein gewaltfreies Leben von Frauen. Sie stehen für Qualitätssicherung und fachliche Weiterentwicklung.

Das Team der Frauenberatung Arnsberg nutzte wie viele Kolleginnen aus anderen Städten die Gelegenheit, am 01.12.2016 im Landtag NRW mit den örtlichen Landtagsabgeordneten und den Vertreterinnen des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) zu sprechen. Nach wie vor wird die Arbeit der Frauenberatungsstellen landesweit sehr geschätzt und steht für schnelle, vertrauliche und unbürokratische Hilfen für Frauen. 

Wir haben einen neuen Bulli!

Buli Bild

Seit 2014 haben wir, das Frauenhaus Arnsberg, Geldspenden für einen neuen Bulli gesammelt. Da unser alter Bulli inzwischen 12 Jahre und somit einige Fahrten hinter sich hatte, wurde es Zeit für einen neuen fahrbaren Untersatz. Im April 2016 konnte, durch die Spenden vieler Firmen und Unterstützer, ein neuer Bulli angeschafft werden.

Deshalb gilt unser Dank vor allem denjenigen, die uns dies ermöglicht haben. Dazu gehören die BürgerStiftung Arnsberg, die Sparkasse Arnsberg-Sundern, Veltins, BJB und Trilux.

Vielen Dank!