Medizinische Soforthilfe nach sexueller Gewalt

Im gesamten Hochsauerlandkreis besteht seit Kurzem neben der medizinischen Soforthilfe auch die Möglichkeit der anonymen Spurensicherung für Opfer nach sexualisierter Gewalt. In den unten genannten Krankenhäusern haben Opfer sexualisierter Gewalt die Möglichkeit, die Spuren der Vergewaltigung oder des sexuellen Missbrauchs so zu dokumentieren und zu sichern, dass sie für ein späteres Strafverfahren rechtswirksam sind. Wir empfehlen daher, die Kleidung nicht zu wechseln und möglichst nicht zu duschen, damit die Spuren von der Gynäkologin oder dem Gynäkologen gesichert werden können.

Die vom Krankenhaus sichergestellten Spuren werden anonymisiert in einem rechtsmedizinischen Institut aufbewahrt. Das Verfahren ist kostenlos. Auf diese Weise gewinnen die Opfer mehr Zeit zu überlegen, ob sie die Tat anzeigen wollen.Wir empfehlen in jedem Fall, sich medizinisch in einem Krankenhaus versorgen zu lassen, um Infektionen oder Wunden zu behandeln.

Eine sehr gute Unterstützung kann es sein, sich von einer vertrauten Person begleiten zu lassen. Melden Sie sich in der gynäkologischen Ambulanz einer der drei Krankenhäuser:

  • Karolinen-Hospital Hüsten, Tel.: 02932 9520
  • St. Walburga-Krankenhaus Meschede, Tel..: 0291 2020
  • Städtisches Krankenhaus Maria-Hilf Brilon, Tel.: 02961 7800

Die Mitarbeiterinnen der Frauenberatung bieten psychische erste Hilfe an und beraten Sie gerne bezüglich Ihrer Handlungsmöglichkeiten. Hier können Sie über Ihre Erfahrungen und Ängste sprechen und alltagsorientierte Hilfen zur Stärkung Ihrer eigenen Wahrnehmung und Sicherheit bekommen.

Mehr Informationen können Sie auch in unserem Flyer nachlesen.

Spurensicherung